Die Vorläufer-Theater der Landesbühnen Sachsen GmbH Radebeul



Die heutigen Landesbühnen Sachsen sind in ihrem Wirken der Vision des Hofschauspieler-Ehepaares Maximus und Franziska René von einem humanistischen, fortschrittlichen und unterhaltend bildenden Volkstheater von hoher künstlerischer Qualität verpflichtet. Sie schufen unter höchstem persönlichen Einsatz mit ihrem Lebenswerk "Sächsische Landesbühne" ein demokratisches Theater, welches der Bevölkerung außerhalb der Großstädte die Teilhabe an Kunst und Kultur zu erschwinglichen Preisen ermöglichte. Deshalb wird ihre Geschichte als Keimzelle des Landesbühnen-Gedankens in Sachsen der Historie der heutigen Landesbühnen vorangestellt.



Unternehmen des Hofschauspielers Maximus René 1913-1918
Schaubühne des Sächsischen Künstler-Hilfsbundes 1919-1921
Sächsische Landesbühne 1922-1931
Neue Sächsische Landesbühne 1933-1945

Die Entwicklung der Landesbühnen Sachsen von 1945-2025


Volksoper Plauen- Gittersee 1945-1949
Landesoper Sachsen 1949-1951
Die Geschichte des Gasthofes "Goldene Weintraube" Radebeul,
heutiges Stammhaus der Landesbühnen Sachsen

Landesbühnen Sachsen 1951-1990
Ausstellungstafeln 2025: Die Entwicklung der Landesbühnen Sachsen von 1988-2012
Ausstellungstafeln 2025: Die Entwicklung der Landesbühnen Sachsen GmbH 2012-2025
Kurze Geschichte der Felsenbühne Rathen 1936-2026



Unternehmen des Hofschauspielers Maximus René 1913-1918


Schaubühne des Sächsischen Künstler-Hilfsbundes 1914-1921



Sächsische Landesbühne 1922-1931




Der weitere Lebensweg des Ehepaars René



Neue Sächsische Landesbühne 1933-1945








Die Entwicklung der Landesbühnen Sachsen von 1945-1990





Volksoper Plauen- Gittersee 1945-1949



Landesoper Sachsen 1949-1951



Die Geschichte des Gasthofes "Goldene Weintraube" Radebeul



Landesbühnen Sachsen 1951-1990


Austellungstafeln 2025
Die Entwicklung der Landesbühnen Sachsen von 1988-2012

























Austellungstafeln 2025
Die Entwicklung der Landesbühnen Sachsen GmbH 2012-2025

















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Kurze Geschichte der Felsenbühne Rathen



Mensch, Natur und Kunst finden zueinander

Die ersten Sänger im felsigen Idyll des Wehlgrundes waren sächsische Bergsteiger, welche in den 1920-er Jahren die außergewöhnlich Akustik des Ortes entdeckten und alsbald für Chorkonzerte nutzten. Als nach der großen Wirtschaftskrise 1934 das Tourismusgeschäft im Elbsandsteingebirge wieder anlief, brachte der damalige Bürgermeister Winkler die Idee eines Naturtheaters unterhalb des 72 m hohen Wehlturm-Felsens ins Gespräch.
Es sollte Rathen als attraktives Ziel überregional bekannt machen und dem kleinen Kurort wirtschaftlichen Aufschwung bringen.
Die Eröffnung der einzigartigen Bühne erfolgte am 24. Mai 1936 vor 2500 Zuschauern. Heimatschriftsteller Kurt Arnold Findeisen lieferte dazu das BASTEISPIEL, in dem unter den Schlagworten „Burg, Kluft und Fels“ der Ungeist der Zeit von diesem magischen Naturwunder Besitz ergriff. 1937 übernahm die Sächsische Landesbühne des Gemeindekulturverbandes mit Shakespeares SOMMERNACHTSTRAUM die professionelle Bespielung. Von nun an stand die Felsenbühne als massenwirksame Unterhaltungs- und Propagandastätte im Focus höchster NS-Prominenz. Am 28. Mai 1938 wurden in enger Zusammenarbeit mit Museum und Verlag gleichen Namens in Radebeul die KARL-MAY-SPIELE etabliert. Szenen aus der WINNETOU-Trilogie, die Sarrasani- Wildwestshow DER SCHATZ IM SILBERSEE und Schauspielaufführungen zogen bis zur kriegsbedingten Schließung (letzte Vorstellung: WIELAND DER SCHMIED von Friedrich Lienhard am 13. August 1944) hunderttausende Besucher aus ganz Deutschland an.

Heiterer Neubeginn für eine Kulturstätte mit Riesenpotential

Nach Beseitigung der Kriegsschäden erweckte am 9. Juni 1946 das Gewerkschaftstheater Pirna mit Leo Falls Operette DER FIDELE BAUER die Felsenbühne zu neuem Leben. Die spartanischen Bedingungen hinter den Kulissen blieben für die Ensembles lange Jahre eigentlich unzumutbar, aber mit Enthusiasmus und selbstlosem Einsatz schufen sie großartige Theatererlebnisse.
Neben Gastspielen von anderen Theatern trat 1950 zum ersten Mal die Landesoper Sachsen mit der Oper TIEFLAND von Eugen d’ Albert in Erscheinung. Am 13. Juni 1953 fand die erste Premiere des Landesschauspiels in Rathen statt: WILHELM TELL von Friedrich Schiller. 1954 übernahmen die Landesbühnen Sachsen die alleinige Bespielung und eröffneten die Saison mit der Opernpremiere DER WAFFENSCHMIED von Albert Lortzing.

In den Folgejahren bekam das Theater Anschluss an die Wasserversorgung, ein festes Garderobengebäude, einen Tunnel als Durchgang unter der Bühne und nummerierte Plätze.

Seit 1956 gehören Webers Oper DER FREISCHÜTZ (erste Freilichtaufführung des Werkes) und seit 1970 Humperdincks HÄNSEL UND GRETEL zum Repertoire. Neue Karl-May-Adaptionen von Helmut Menschel, Uwe Wolf und Olaf Hörbe brachten ab 1984 Winnetou und Old Shatterhand nach Rathen zurück. Winnetou-Legende Pierre Brice besuchte 1988 die Felsenbühne. 1992 zerstörten drei Brandanschläge Teile des Kostüm- und Dekorationsfundus. Doch die Karl-May-Spiele Bad Segeberg, andere sächsische Theater und Spender retteten die Sommersaison und unterstützten so den Bau eines neuen Dekorationsmagazins.
Manuel Schöbel brachte 2013 das Musical DREI HASELNÜSSE FÜR ASCHENBRÖDEL auf die Felsenbühne, welches jedes Jahr tausende Fans des Kult-Märchenfilms anlockt. 2014 kamen das Musical FAME und Orffs CARMINA BURANA neu ins Repertoire, 2015 brillierte Tom Pauls als GLÖCKNER VON NOTRE DAME und 2016 erklang Mozarts ZAUBERFLÖTE im Wehlgrund. 2018 folgten ZORRO-DAS MUSICAL, DIE GOLDENE GANS von Peter Kube, DAS GEHEIMNIS DER HEBAMME, eine Sabine-Ebert-Adaption von Odette Bereska, sowie Schöbels Märchen VON EINEM DER AUSZOG DAS GRUSELN ZU LERNEN nach den Gebrüdern Grimm.

Der Wettergott und die Musen

Ensemble und Gäste lassen sich durch kleine Wetterkapriolen grundsätzlich nicht vom gemeinsamen Theatervergnügen abhalten. Mehrfach stand jedoch die Existenz von Bühne und Ort durch Naturkatastrophen auf dem Spiel. Bis 1959 wurde die Anlage vier Mal von schweren Unwettern heimgesucht. Zugangswege wurden verschüttet und unpassierbar, Zuschauerbänke weggeschwemmt, meterhohe Sandberge türmten sich auf.
Die Kolleginnen und Kollegen aller Sparten, Anwohner, Oberschüler aus Radebeul und Soldaten der NVA beseitigten zusammen immer wieder die Schäden. 2002 und 2013 trotzten die Theaterleute mit den Rathener Einwohnern den Folgen der verheerenden Elbe-Hochfluten. Seit 1961 arbeiten die Theaterfreunde der „IG Literatur und Schauspiel“ Dresden alljährlich aktiv bei der Pflege und Instandhaltung des durch Wettereinflüsse immer pflegebedürftigen Geländes mit.

Herzensprojekt und Zukunftstheater

Am 1. September 2019 verabschiedete sich das Ensemble vorerst von seiner in die Jahre gekommenen Spielstätte, die jahrelang geplante Erneuerung wurde in Angriff genommen. Trotz aller Probleme in der zuweilen hoffnungslosen Agonie der Coronazeit ab März 2020 konnte in beispielhafter Zusammenarbeit zwischen Landesbühnen Sachsen, Landes- und Kommunalpolitikern, der Nationalparkverwaltung, der Gemeinde Kurort Rathen, dem Dresdner Architekturbüro Meyer-Bassin und Partner sowie Firmen aus der ganzen Region ein Neubau der Felsenbühne Rathen verwirklicht werden.

Bis zum April 2022 wurde die Anlage für 18,4 Millionen Euro grundlegend umgestaltet. Es entstand ein modernes, energieeffizientes Funktionsgebäude aus natürlichen Baustoffen, welches sich mit seinem begrünten Dach harmonisch in das Landschaftsbild einfügt. Das Orchester wurde aus seinem alten engen Graben befreit und bekam einen Pavillon neben der vergrößerten Spielfläche. Modernste Technik ermöglicht atemberaubende Lichteffekte und beste akustische Qualität. Ein Hubpodium mit Personenversenkung lässt keine Regiewünsche offen.

Am 5. Juni 2022 konnten alle Beteiligten gemeinsam mit dem enthusiastischen Publikum das neu erstandene Juwel der sächsischen Freilichttheater mit einer großen Gala wieder in Besitz nehmen.

Die ersten „Felsenbühnen Festspiele“ mit fünf Premieren schlossen sich an: WESTSIDE-STORY, DAS KALTE HERZ mit Tom Pauls und JEDERMANN mit Tom Quaas, als erste Wagner-Oper DER FLIEGENDE HOLLÄNDER und zum Abschluss CARMINA BURANA. Bei den Festspielen 2023 bis 2026 begeisterten PETER PAN mit Stargast Gojko Mitić, SHATTERHAND von Holger Kahl, eine Neufassung des Kinderbuch-Klassikers PETTERSON UND FINDUS, die Fortsetzung von Sabine Eberts Mittelalter-Thriller DIE SPUR DER HEBAMME in der Bühnenfassung von Odette Bereska, Webers FREISCHÜTZ, ROTKÄPPCHEN von Manuel Schöbel mit der Musik von Sebastian Undisz, PIPPI LANGSTRUMPF von Astrid Lindgren,das Musical DER KLEINE HORRORLADEN und viele Gastspiele sowohl das treue als auch das zahlreiche neue Publikum des Traumortes Felsenbühne Rathen.

Am 13. Juni 2026 begingen die Landesbühnen Sachsen in Anwesenheit der Sächsischen Staatsministerin für Kultur und Tourismus, Barbara Klepsch, und aller führenden Kommunalpolitiker der Region mit dem Publikum das 90-jährige Bestehen der Felsenbühne Rathen mit einem Festakt vor einer Vorstellung der Oper DER FREISCHÜTZ. Gleichzeitig erfolgte durch die Ministerin die Reprädikatisierung Rathens als Luftkurort. Anlässlich des Jubiläums schuf Andreas Schwarze (Theaterarchiv Dresden) eine aus 25 Tafeln bestehende Foto-Retrospektive entlang des Weges zur Felsenbühne.



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Dokumente aus dem Bestand im Theaterarchiv Schwarze Dresden

Alle Tafeln der Jubiläumsausstellung 80 Jahre Landesbühnen Sachsen

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Rezension "Silvana" November 2025

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Rezension "Cabaret" April 2024

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LBS Spielzeitheft 2023-24

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Rezension "Die Zirkusprinzessin" Mai 2023

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Rezension "Don Giovanni" Januar 2023

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Rezension "Jedermann" August 2022

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Rezension Eröffnungsgala Felsenbühne Rathen Juni 2022

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Rezension "Rigoletto" November 2021

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Rezension "Annie Get Your Gun" Zelt Rathen Juli 2021

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Rezension "Dinner for Fife" Juni 2021

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Portrait Ausstattungsleiter Stefan Wiel Mai 2021

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Portrait Chor der Landesbühnen Oktober 2020

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Spielzeitheft 1991-1992

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Würdigung 25 Jahre Chordirektor Fritz Liebscher 1971 (Theaterarchiv Schwarze)

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Ensembleverzeichnis 1970-1971 (Theaterarchiv Schwarze)

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Das Spielzeitheft 1964-1965 (Theaterarchiv Schwarze/ Nachlass Chordirektor Liebscher)

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Radebeul-Monografien zur Geschichte der Stadt Heft 9/1959 "Landesoper und Landesschauspiel 1949-59" (Theaterarchiv Schwarze)

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Sommerfestspiele Felsenbühne Rathen 1959- Besetzung "Der Freischütz"(Theaterarchiv Schwarze)

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"Figaros Hochzeit" Programmheft Volksoper 1949 (Theaterarchiv Schwarze)

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"Der Troubadour" Programmzettel Volksoper 1948 (Theaterarchiv Schwarze)

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"Die Entführung aus dem Serail" Programmzettel Volksoper 1947 (Theaterarchiv Schwarze)

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"Wiener Blut" Programmzettel Volksoper 1947 (Theaterarchiv Schwarze)

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"Rigoletto" Programmzettel Volksoper 1947 (Theaterarchiv Schwarze)

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"Saison in Salzburg" Programmzettel Volksoper 1947 (Theaterarchiv Schwarze)

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"Glückliche Reise" Programmzettel Volksoper 1946 (Theaterarchiv Schwarze)

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"Das Land des Lächelns" Programmzettel Volksoper 1946 (Theaterarchiv Schwarze)

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"Madame Butterfly" Programmzettel Volksoper 1946 (Theaterarchiv Schwarze)

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