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2012 begann ich mit dem Aufbau des "Theaterarchivs Schwarze Dresden". Es diente anfangs allein der Dokumentation eines wertvollen und vielfältigen, jedoch fast vergessenen Teils des Kulturerbes meiner Heimatstadt Dresden: der Geschichte der kleinen und großen Bühnen des Volkstheaters. In den bisherigen acht Jahren meiner Forschungsarbeit im Zusammenwirken mit öffentlichen Archiven und vielen privaten Sammlern und Zeitzeugen ist eine einzigartige Sammlung zur Theatergeschichte entstanden, zu der weiterhin ständig neue Dokumente, Nachlässe, Biografien und Datensammlungen hinzukommen. Inzwischen habe ich auch Zeugnisse der Stadt- und Kreistheater der ehemaligen DDR aus der Zeit bis 1963 in meine Sammlung einbezogen. Nach der erfolgreichen Veröffentlichung meines Buches „Metropole des Vergnügens – Musikalisches Volkstheater in Dresden von 1844 bis heute“ (Saxophon-Verlag 2016) bin ich den nächsten Schritt gegangen: das in dieser Form bisher einmalige Theaterarchiv online einem breiten Publikum bekannt und zugänglich zu machen.
2021 wurde die Online-Präsenz des Theaterarchivs mit dem Förderpreis des Sächsischen Landespreises für Heimatforschung des Sächsischen Kultusministeriums ausgezeichnet. Auf dieser Website können Sie sich über das Archiv informieren und Rechercheanfragen stellen.
Mein Projekt versteht sich als Privatinitiative zur Förderung der kulturellen Allgemeinbildung, einer bürgerschaftlichen Identität, zur Aufarbeitung und Präsentation der beeindruckenden Geschichte des Volkstheaters in Dresden und näherer Umgebung und als Datenpool für Journalismus und Wissenschaft. Ich freue mich, dass bereits viele nationale und internationale Forschungskontakte zu Stande gekommen sind,
so zum Deutschen Musicalarchiv, zur Universität von Manchester und zum Stadtmuseum Amsterdam.
Die Bestände des „Theaterarchivs Schwarze Dresden“ werden von mir als Kurator nach theaterwissenschaftlichen und zeitgeschichtlichen Aspekten gesichtet und bewertet, digitalisiert bzw. restauriert, materiell erhalten und digital zugänglich gemacht.
Ebenfalls 2021 konnte ich als weiteres Ergebnis meiner Forschungsarbeit das Buch "Mythos Central-Theater" über die Geschichte dieser legendären Dresdner Spielstätte von europäischen Format vorlegen.

Viele theaterbegeisterte Dresdner haben Fotos, Zeitungsausschnitte, Programm- und Jahreshefte, Eintrittskarten oder persönliche Aufzeichnungen aufgehoben. Gastierende Künstler und Besucher der Stadt nahmen als Erinnerung Bilder, Programmhefte oder Zeitungen mit in die Welt, wo sie die Zeiten überdauerten und nicht – wie in Dresden 1945 – durch Kriegseinwirkung vernichtet wurden. All diese Zeugnisse können von den alten Theaterbauten, Erlebnissen mit Künstlern, über Eindrücke von Theaterabenden oder ihre eigene Tätigkeit auf und hinter den Bühnen Dresdens berichten. Ich möchte sie sichern, zusammenführen und der Nachwelt übermitteln.
Meine Bitte an Sie: Bringen Sie sich und Ihre ganz persönlichen Archive oder Biografien ein.
Schreiben Sie mit an der Geschichte des Volkstheaters in Dresden oder unterstützen Sie als Sponsor die Bestandssicherung und Digitalisierung finanziell.
Nun wünsche ich Ihnen viel Freude und interessante Erkenntnisse bei Ihrer Zeitreise.

Herzlichst!

Ihr Andreas Schwarze